Auf dem Westweg nach Basel 2016

Zu einer alle zwei Jahre seit 2008 stattfindenden Wanderwoche hatte der Schwäbische Albverein im Teck-Neuffen-Gau eingeladen. Nach zwei Wanderwochen auf der Schwäbischen Alb und einer Wanderwoche durch die Wutachschlucht wurde 2014 der Westweg im Schwarzwald ausgewählt und die erste Hälfte von Pforzheim nach Hausach erwandert.
Die Fortsetzung bis nach Basel erfolgte Anfang Juni dieses Jahres.
Die Organisation lag seither in den Händen von Hannelore und Richard Haußmann und Erich Haas. Sie wurden dieses Mal von Andrea und Gerhard Gebauer, Jochen Großmann, Hans Schweizer und Erika Scholz unterstützt. Per Bahn erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt Hausach, wo noch drei Wanderfreunde aus dem Elsass die Gruppe auf 22 Teilnehmer ergänzten.
Der erste Anstieg musste aus Zeitgründen mit einem Bus bis zum „Büchereck“ zurückgelegt werden. Dort begann die Etappe bis zum Wintersportort Schonach. Neu erstellte Windkraftanlagen standen auf der Höhe – kaum hörbar – am Wanderweg. Regenwolken versperrten die Aussicht vom Karlstein zur Rheinebene und zu den Vogesen.
Der zweite Wandertag führte von der Wilhelmshöhe durch das Naturschutzgebiet „Blindensee“, einem Hochmoor, das mit seinen vielen Orchideen alle Teilnehmer faszinierte. An der Martinskapelle vorbei ging es weiter zum Naturfreundehaus „Brend“, wo ein Gewitterregen den Aufenthalt verlängerte. Dort ergab sich ein Gespräch mit einem Schüler, der vor drei Jahren mit seiner Klasse im Rahmen eines „Treckingprojekts“ den gesamten Westweg in 16 Tagen zurücklegte – bewundernswert – . Weiter ging es über Neueck zum Nachquartier „Kalte Herberge“.
Am dritten Wandertag grüßte bereits von der Ferne der höchste Berg des Ländles, der Feldberg, mit kleineren Schneefeldern. Sogar der Ausläufer der Schwäbischen Alb, der Randen, war zu sehen. Zügig ging es an weidenden Kühen und großen Schwarzwaldhöfen vorbei, dem Titisee entgegen, wo vor der Jugendherberge das Begleitfahrzeug (für evtl. Notfälle) des elsässischen Wanderfreundes bereits wartete.
Wieder begann der nächste Tag mit einem kräftigen Gewitterschauer, der bald mit der Wandergruppe Mitleid hatte und nachließ. Nach einer kleinen Stärkung im schönen Raimartihof und am Feldsee vorbei begann der Aufstieg zum Feldberger Hof. Der Gipfel Seebuck wurde dann mit der Seilbahn erklommen, da sich in den Beinen leichte Ermüdungserscheinungen zeigten. Wieder erholt erreichte die Gruppe flotten Schrittes den Feldberg-Gipfel. Heftige Gewitter zogen vorbei und in der Ferne entluden sich Wassermassen.

20160607_EH_HX9V_04856       Wandergruppe des Teck-Neuffen-Gaues auf dem Feldberggipfel

Trocken kam die Wandergruppe in der JH Todtnauberg an. In gemütlicher Runde klang auf dem Balkon der anstrengende Tag aus.
Erwartungsfroh startete die Gruppe am nächsten Tag zum schönsten Berg des Schwarzwaldes, dem Belchen. Leider mussten schon bald nach dem Start die Regenutensilien ausgepackt werden. Vom schönsten Berg war fast nichts zu sehen, nur die Steigung spürte jeder. Das schönste Quartier „Haldenhof“ erreichte die Gruppe nach dem zweistündigen Abstieg vom Belchenhaus. Das Festmenü ließen sich die Wanderer als Belohnung schmecken.
Wer nun glaubte, dass der Weg nach Kandern, Lörrach und Basel eben sei, wurde eines anderen belehrt. Immer wieder waren auf den beiden letzten Etappen Steigungen zu meistern. Nach der Besichtigung mit Führung der Burg „Rötteln“ im Markgräflerland ging es der JH Lörrach entgegen. Entlang der Wiese führte der Weg zum Endpunkt des Westweges nach Basel. Eine Besichtigung mit Stadtführung durch die schöne Altstadt beschloss diese erlebnisreiche Woche, an die sich jeder Teilnehmer noch lange erinnern und stolz sein kann auf die zurückgelegten 170 Kilometer. Beim Besteigen des ICE zur Heimfahrt öffnete der Himmel wieder seine Schleusen.

20160611_EH_HX9V_04941          Die Wandergruppe am Ziel vor dem Bahnhof in Basel